Ausstellungserweiterung auf Deck 6: Superyachten
Superyachten: Majestäten der Meere
Vom 27. Februar 2025 an präsentiert das Internationale Maritime Museum weltberühmte „Superyachten“.
Auf Deck 6 des Kaispeichers B in Hamburgs HafenCity werden 13 ausgewählte Modelle dauerhaft ausgestellt. Zur Eröffnung am Vorabend werden namhafte Konstrukteure und Designer wie Martin Francis, Tim Heywood oder Theodoros Fotiadis erwartet. Das Motto des Ereignisses ist Programm: „Ikonen des Superyacht Designs“.

„Im Maritimen Museum wird Design-Geschichte lebendig.“ (Peter Tamm)
„Im Maritimen Museum wird Design-Geschichte lebendig“, sagte Museumsvorstand Peter Tamm. „Deutschland spielt auf dem Weltmarkt eine markante Rolle.“ Zu den sehenswerten Modellen gehören die 1990 bei Blohm + Voss in Hamburg vom Stapel gelaufene „Lady Moura“, quasi die „Mutter der Superyachten“, die 2017 in den Niederlanden gebaute, preisgekrönte „Here comes the Sun“ sowie die von Theodoros Fotiadis in Berlin entworfene „Stardom“.
Herzstück der 101 Meter langen Superyacht ist ein Hybrid-Antriebssystem mit Methanol-Brennstoffzellen. Die 1973 vom griechischen Tankreeder Stavros Niarchos übernommene „Atlantis“ steht heute im Besitz des saudischen Königshauses. Ebenfalls zu sehen ist ein Salon der legendären Onassis-Yacht „Christina“.

Es sind Unikate der Ozeane, maritime Majestäten, exzellent designte Meisterwerke, technisch und innovativ auf dem neuesten Entwicklungsstand ihres jeweiligen Baujahrs. Die bis zu 1,20 Meter großen Modelle spiegeln die technische, innovative und architektonische Entwicklung zwischen den 1950er-Jahren und heute wider. Im Blickpunkt stehen nicht die Besitzer, sondern Ästhetik und eine raffinierte Optik. Angereichert wird der neue Ausstellungssektor des Maritimen Museums mit Grafiken, Designzeichnungen und Fotos.
Werften wie Lürssen oder Abeking & Rasmussen in Norddeutschland leben heutzutage im Wesentlichen vom Superyachtbau. Diese großen Yachten sind auch wegen ihrer technischen Neuerungen für die Entwicklung der maritimen Industrie von enormer Bedeutung.
Cosco übergibt Modell dem IMMH
Hochkarätige Ehrengäste aus Fernost im Maritimen Museum: Im Anschluss an eine HighlightFührung durch Kurator Gerrit Menzel übergab Zhu Bixin, Präsident von Cosco Shipping in Shanghai, ein über zwei Meter langes Modell eines Containerschiffs ihrer Flotte. In seiner Ansprache betonte der Präsident die traditionell intensiven Beziehungen zwischen der Reederei und der Hansestadt. Mit dabei war auch Wang Mingfeng, Chef von Cosco Shipping Europe mit Hauptsitz in Hamburg.

Zhu Bixin (li.), Präsident der Cosco Shipping Europe und Peter Tamm (re.), Vorstandsmitglied des IMMH enthüllen das Modell eines Containerschiffes.

Zhu Bixin (li.) und Peter Tamm (re.).
Junge Kunstpioniere zu Gast im Maritimen Museum
„Zwischen Sturm und Stille“: Kunstpioniere im Maritimen Museum
Das Internationale Maritime Museum in der Hafen City macht den Anfang. Nach und nach folgen der Kunstverein, die Deichtorhallen und viele weitere Kulturinstitutionen der Hansestadt. Ziel des Kooperationsprogramms Kunstpioniere zwischen Schulen sowie Kunstmuseen und Ausstellungshäusern ist die kreative Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit aktueller Kunst. Partner des Maritimen Museums ist das Luisen-Gymnasium in Bergedorf.

„Wir freuen uns, den Kunstkurs der Klasse 8 bei uns an Bord zu haben“, sagte Museumsvorstand Peter Tamm, „und sind gespannt auf die Ergebnisse.“ Als Vorbilder wählten die Mädchen und Jungs in den vergangenen Wochen Motive der aktuell laufenden Sonderausstellung „Zwischen Sturm und Stille“, mit der sich das renommierte Museum Kunst der Westküste auf Föhr im Kaispeicher B präsentiert.
Hier wie dort stehen das Meer und die Menschen an der Küste im Blickpunkt. Aus ihrer individuellen Perspektive bringen die jungen Künstlerinnen und Künstler aus Bergedorf in der Blitzausstellung auf Deck 1 ihre Fantasie zu Papier. Ganz im Sinn der Aktion Kunstpioniere: „Kinder und Jugendliche werden zu Kunstschaffenden, Kunstreportern, Kunstvermittlern, Kunstforschern und Ausstellungsmachern“. So macht Kunst Schule – und umgekehrt.
2024 im Internationalen Maritimen Museum
Bilanz 2024:
„145.000 Besucher aus aller Welt zu Gast im Kaispeicher B“
527 Besucher stammten aus Australien, 95 aus Neuseeland, 71 aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, andere aus der Mongolei, aus Belize, von Mauritius oder aus Kirgisistan: 2024 machte das Internationale Maritime Museum seinem Namen und seinem Ruf alle Ehre. Mit gut 145.000 Gästen konnte die hanseatische Institution in der HafenCity an das Rekordergebnis aus dem Jahr zuvor anknüpfen. Nie zuvor war der Zuspruch so stark wie in diesen beiden Jahren. Während 2024 rund 36 Prozent der Besucher aus dem Ausland kamen, stieg der Anteil der Hamburger auf 18 Prozent.
„Die Attraktionen unserer Dauerausstellung auf neun Decks wirken ebenso als Magneten wie unsere
Sonderausstellungen“, bilanziert Museumsvorstand Peter Tamm zum Jahreswechsel. „Auch 2025 bieten wir unseren Gästen einmalige Einblicke in die Welt der Schifffahrt – und darüber hinaus.“
Hochkarätige Sonderausstellungen sollen auch künftig Publikum aus nah und fern in den traditionsreichen Kaispeicher B ziehen. Ausstellungen wie „Spiegel der Welt“, „200 Jahre Reederei Laeisz“ und „Kunst der Westküste“ ernteten 2024 starke Resonanz.
Blick nach Vorne
Im Februar 2025 werden gemeinsam mit Partnern aus Brasilien faszinierende Naturfotografien aus dem größten tropischen Feuchtgebiet der Erde gezeigt: Pantanal. Im Frühjahr wird auf Deck 6 der Bereich
„Superyachten“ neu eröffnet. Dabei stehen Design und innovativer Schiffbau im Wandel der Zeit im Blickpunkt.
Auf Deck 7 wird die moderne Meeresforschung um neue Einblicke angereichert. Auch die umfangreiche maritime Gemäldegalerie erlebt eine große Umgestaltung. Im Herbst werden die deutschgriechischen Beziehungen im Schiffbau dargestellt: auf Deutschlands Weg zum Wirtschaftswunder.
Bugsier Schlepper auf Deck 9

Seit mehr als 150 Jahre hat das Unternehmen einen hervorragenden Klang – im Hamburger Hafen, auf der Elbe Richtung Nordsee und auf den Ozeanen. Hanseaten und Gästen der Stadt waren die wendigen Bugsier-Schlepper mit dem weißen Ring am schwarzen Schornstein ein vertrautes Bild – bis der Geschäftsbetrieb 2022 von der ebenfalls in Hamburg ansässigen Fairplay Towage Group übernommen wurde.
„Bugsier schrieb mehr als eineinhalb Jahrhunderte Hamburger Hafen- und Schleppergeschichte. Das Unternehmen stand für professionellen, zuverlässigen Einsatz in aller Welt.“
Museumsvorstand Peter Tamm.
Das Maritime Museum übernahm den Nachlass der Traditionsfirma als Vermächtnis. In der kleinen Ausstellung auf Deck 9 des Maritimen Museums sind Modelle und Erinnerungsstücke einer großen Vergangenheit zu sehen. Ein Beispiel ist der 1956 in Dienst gestellte Hafenschlepper „Kirchwerder“, der mit der Kennung „Bugsier 19“ verkehrte. Traditionelle und typische Antriebsart: ein freilaufender Propeller vor dem Ruderblatt.
Ausgestellt sind unter anderem auch der Hafenschlepper „Bugsier 15“ von 1992, der Bergungsmotorschlepper „Oceanic“ (1969) sowie der Bergungs- und Sicherungsschlepper „Nordic“ (2011).
Presseinformationen
Schiff aus Stein – 100 Jahre Chilehaus
Hamburg feiert das hundertjährige Bestehen eines seiner imposantesten Bauwerke, des Chilehauses. Von dem berühmten Architekten Fritz Höger in Form eines steinernen Schiffes entworfen, ist es ein Meisterwerk des Backsteinexpressionismus. Der Bau geht auf die Initiative von Henry B. Sloman zurück, der sein Vermögen mit der Förderung und dem Import von Salpeter aus Chile nach Hamburg gemacht hatte. Schon kurz nach seiner Einweihung 1924 wird das Chilehaus zum Symbol für den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg, für die zentrale Rolle, die die aus Hamburg stammende internationale Schifffahrt dabei spielte, und zu einer kulturellen Ikone. Seine monumentale Erscheinung und die vollkommene Modernität in Verbindung mit der Verwendung traditioneller hanseatischer Architekturelemente machen es bald zum meistfotografierten deutschen Gebäude der 1920er Jahre. Das Chilehaus wird zu einem Wahrzeichen Hamburgs, ja Deutschlands, mit internationaler Anerkennung. Seit 1983 unter Denkmalschutz stehend, wurde es 2015 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
Das IMMH dankt Irmelin Sloman für die Zurverfügungstellung von Material aus dem privaten Henry B. Sloman Archiv.
Die Ausstellung ist Teil des Lateinamerika und Karibik Herbstfestivals Hamburg 2024.
Die Internationalen Schiffsmodellbautage 2024
Das Museumsteam trifft derzeit die letzten Vorbereitungen für die spektakulärste Veranstaltung des Jahres im Maritimen Museum. Wer uns bei einer der beiden vorherigen Modellbautage besucht hat, kann sich vorstellen, was ihn bei dieser Veranstaltung erwartet: Unser Organisationsteam hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgfältig ausgewählt, um sicherzustellen, dass unsere Besucherinnen und Besucher Modellbau von seiner besten Seite und in seiner ganzen Vielfalt erleben können. Einige der Künstlerinnen und Künstler werden uns zum ersten Mal besuchen, während einige alte Bekannte ihre in den letzten zwei Jahren fertiggestellten Werke ausstellen. Unsere Besucherinnen und Besucher werden auch die Möglichkeit haben, sich diese Werke von den Künstlerinnen und Künstlern selbst erklären zu lassen. Wir haben auf die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher und Teilnehmenden aus den vorangegangenen Veranstaltungen gehört und in diesem Jahr ein besonderes Highlight vorbereitet: Wir werden ein Wasserbecken haben, in dem unsere Besucher die ferngesteuerten Modelle einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Aktion erleben können. Wir sind sicher, dass die Veranstaltung ein ebenso faszinierendes, wie unterhaltsames Erlebnis für die ganze Familie wird!
Schiffsmodellbautage bei freiem Eintritt?
Apropos Familie: Wie in den vergangenen Modellbautagen haben wir mit dem HMV-Verlag ein neues Papiermodell produziert, das von Kindern und ihren Eltern gebaut werden kann. Nach unserem Wikingerschiff, unserem Fischkutter und unserem Leuchtturm haben wir nun ein Feuerlöschboot! Die Bastelbögen können an der Kasse im Foyer abgeholt werden oder einfach die Datei von unserer Website herunterladen und zu Hause ausdrucken. Kinder, die am 7. oder 8. September das fertige Modell des Feuerlöschboots an der Kasse vorzeigen, erhalten kostenlosen Eintritt für sich und ihre Familie (max. 2 Erwachsene und vier Kinder).
Taufe des Schiffsführungssimulators für Kinder
Einmal ein richtiger Kapitän sein und eine Barkasse im gekonnten Slalom durch den Hamburger Hafen steuern – dieser Traum kann nun dank einer großzügigen Förderung durch die Hapag-Lloyd Stiftung wahr werden. Im Internationalen Maritimen Museum Hamburg in der Speicherstadt können Kinder nach den Sommerferien an einem Schiffsführungssimulator das Kommando übernehmen. Und zwar an Bord einer liebevoll von Museumsmitarbeitern gestalteten Holzbarkasse auf Deck 1. Im Rahmen einer stilechten Zeremonie wurde die Barkasse jetzt auf den Namen „Ursula“ getauft. Ursula Tamm, die Witwe des Museumsgründers Prof. Peter Tamm, ließ es sich nicht nehmen, den Festakt gemeinsam mit Kindern durchzuführen. Ehrensache, dass Rettungswesten getragen wurden. „Wunderbar, dass Fantasien erlebbar werden“, sagte Ursula Tamm. Neben guter Laune und viel Spannung gab es Kakao, Brause und Kuchen. Erste Kapitäne waren Antonia und ihr Bruder Constantin. Cool meisterten die Schüler die Premierenfahrt.
Ermöglicht wurde diese neueste Attraktion im Kaispeicher B von einem verlässlichen Partner des Museums: Die Hapag-Lloyd Stiftung übernahm die gesamten Kosten. Das Förderprojekt findet nun einen gelungenen Abschluss mit sehenswertem Resultat. Vorerst startet die Barkasse eine dreimonatige Werfterprobungsfahrt. Nach den Sommerferien sticht der Simulator für Kinder in See. Das Angebot richtet sich an Familien und Kleingruppen mit Kindern. Erwachsene Begleitpersonen sind erforderlich. Ab Herbst sollen Zeiten und Programm ausgebaut werden. Termine sind ab September der Website des Museums zu entnehmen. Der Betrieb des Simulators wird ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufrechterhalten. Das Museum sucht hier noch Nachwuchs.

100 Jahre Reederei John T. Essberger
100 Jahre Reederei John T. Essberger
In diesem Jahr wird die Hamburger Reederei John T. Essberger 100 Jahre alt. Ihr Gründer, John Theodor Essberger (1868-1959), erkannte den enormen Bedarf an Öl und Ölprodukten als Ersatz für Kohle. Folgerichtig machte er sich als Reeder selbstständig und wurde einer der Pioniere der deutschen Tankschifffahrt. Er machte dies mit solchem Erfolg, dass er bald als Deutschlands größter Privatreeder galt. Essberger investierte darüber hinaus in die Frachtschifffahrt und erwarb mit den Deutschen Afrika-Linien Linienfahrtrechte nach West-, Ost- und Südafrika. Nach seinem Tod übernahm seine Tochter, Liselotte von Rantzau (1918-1993), das Unternehmen und führte es mit Erfolg bis in die 1980er Jahre, um dann die Verantwortung ihren Söhnen, Dr. Eberhart und Heinrich von Rantzau, zu übertragen. Sie führten das traditionsreiche Familienunternehmen in die Moderne, konzentrierten sich auf die Tankfahrt als Kerngeschäft und weiteten den Chemikalientransport aus. Das Internationale Maritime Museum präsentiert ausgewählte Exponate zur Unternehmensgeschichte der Reederei Essberger in einer Sonderschau auf Deck 6.

Zwischen Sturm und Stille

Mit einer exklusiven Auswahl seiner hochkarätigen Kunstsammlung lädt das Museum Kunst der Westküste (MKdW) zu einem visuellen Segeltörn entlang der Westküste von Norwegen, Dänemark, Deutschland und den Niederlanden ein. Als Zielhafen wird die wunderschöne Insel Föhr inmitten des UNESCO-Welterbes Wattenmeer angesteuert.
In ihren Gemälden und Ölstudien erzählen die Künstlerinnen und Künstler, darunter die berühmten Skagen-Malerer Anna und Michael Ancher, Peder Severin Krøyer und Laurits Tuxen, über die Gefahren auf hoher See, aber auch über Orte am Strand und in den Dünen, an denen man im Sommer die Zeit der „blauen Stunde“ genießt. Norwegische Kunstschaffende wie Kitty Kielland und Christian Krohg entführen die Betrachtenden hingegen in die rauen Küstenregionen des Nordens. An der niederländischen Küste schildern die Künstler, welchen Tätigkeiten die Fischer und ihre Familien nachgehen.
Das Besondere der Ausstellung ist das Zusammenspiel von historischer und zeitgenössischer Kunst: Die Fotografien von Trine Søndergaard und Corina Gertz sowie Volker Tiemanns Skulptur Die Welle bereichern den Dialog über „Meer & Küste“ mit aktuellen gesellschaftsrelevanten Fragestellungen. Jochen Heins epochales Triptychon Nordsee zieht die Betrachtenden mit deren unbezwingbarer Urgewalt in den Bann.

Das Museum Kunst der Westküste (MKdW)
Das gemeinnützige Museum Kunst der Westküste wurde im Jahr 2009 von dem Unternehmer Prof. Dr. mult. h. c. Frederik Paulsen gestiftet, dessen Familie aus Alkersum auf Föhr stammt. In der Mitte der Insel gelegen, hat es sich schnell zu einem Publikumsmagneten mit europäischer Strahlkraft entwickelt. Die museumseigene hochkarätige Gemälde- und Grafiksammlung konzentriert sich mit ihren über 1.000 Werken auf die Malerei der vier Nordsee-Anrainerstaaten Norwegen, Dänemark, Deutschland und die Niederlande im Zeitraum von 1830 bis 1930. Zeitgenössische Kunst – vor allem Fotografie – ist zudem ein wichtiger Teil der Sammlung. In Wechselausstellungen widmet sich das MKdW dem faszinierenden Themenspektrum „Meer & Küste“.






















