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Plakat mit kalligrafischer Überschrift „G.T.S.“, dem Untertitel „Vielfalt einer künstlerischen Handschrift“, einer skizzenhaften Federzeichnung eines Schiffsinneren mit Takelage, Deck und Mast sowie dem Logo des Internationalen Maritimen Museums Hamburg und den Ausstellungsdaten 12.04.24–01.09.24.

G.T.S. – Vielfalt einer künstlerischen Handschrift

Zwei auf Stelzen stehende Boote: links dunkler Rumpf, rechts gelber Rumpf mit Namen EMMA, umgeben von Leitern, Holzplanken, Werkzeug und Strandgut.

Bis in die 1960er-Jahre hinein war die Zeichnung die Grundlage der Werbung. Einer der letzten großen Vertreter dieser Kunst in Deutschland war Günther T. Schulz. Als Werbeillustrator war er richtungsgebend und verstand es wie kaum ein anderer, das Lebensgefühl des jeweiligen Jahrzehntes zu Papier zu bringen. Eine intensive Zusammenarbeit verband ihn mit den Reemtsma Cigarettenfabriken, deren Bildsprache er drei Jahrzehnte lang prägte. Auch für den Axel Springer Verlag war er in großem Umfang tätig. Er entwickelte das erste BILD-Zeitungslogo. Mit seinen Initialen G.T.S. wurde er selbst zum Markenzeichen.

Günther T. Schulz war Werber von Beruf, seine Passion blieb jedoch das Zeichnen. Es war für ihn ein unverzichtbares Exerzitium und zugleich die Basis für seine Auftragsarbeiten. Sein Vielfältiges Lebenswerk umfasst neben Gebrauchsgrafiken und Buchillustrationen auch zahlreiche freie Arbeiten. Zwischen G.T.S. und dem Internationalen Maritimen Museum Hamburg besteht eine facettenreiche Verbindung. Mit seiner Tätigkeit für den Axel Springer Verlag schlägt er eine Brücke zum Gründer dieses Hauses, Prof. Peter Tamm (1928-2016), der langjährige Vorstandsvorsitzende des Konzerns. Zudem eint sie die Leidenschaft für das Maritime, das im Werk von G.T.S. über Jahrzehnte präsent ist. Das Maritime Museum Hamburg zeigt eine Auswahl aus dem Nachlass von Günther T. Schulz, den sein Enkel Nicolas Stampe in Hamburg bewahrt.

Ein großer weißer Wal rammt ein Walfängerboot; Matrosen stürzen in die stürmische See, im Hintergrund treiben Schiffswracks.

Die Ausstellung wurde durch die Unterstützung der Axel Springer Stiftung gefördert und von Erma Schmidt-Stärz und Nicolas Stampe kuratiert.

Plakat mit kalligrafischer Überschrift „G.T.S.“, dem Untertitel „Vielfalt einer künstlerischen Handschrift“, einer skizzenhaften Federzeichnung eines Schiffsinneren mit Takelage, Deck und Mast sowie dem Logo des Internationalen Maritimen Museums Hamburg und den Ausstellungsdaten 12.04.24–01.09.24.

Luftaufnahme eines weißen Frachtschiffs von hinten in tiefblauem Meer, zentriert; links Museumssignet, rechts oben Datumsangaben, unten Schriftzug 200 Jahre F. Laeisz.

200 Jahre Reederei F. Laeisz

Luftbild eines weißen Frachtschiffs auf ruhigem tiefblauem Meer; links Museumslogo, rechts Ausstellungsdaten und unten Schriftzug 200 Jahre F. Laeisz.

Alles begann 1824 in Hamburg mit einem Geschäft für Zylinderhüte. Daraus wurde in wenigen Jahrzehnten eine der bedeutendsten und heute ältesten Reedereien der Hansestadt Hamburg. Das Haus F. Laeisz unterhielt bald Schiffsverbindungen in die ganze Welt und beteiligte sich an der Gründung namhafter weiterer Reedereien, darunter die Hamburg Süd und die Hapag. Große Bekanntheit erlangte das Unternehmen für seine Flying-P-Liner, schnelle Segelschiffe, die noch bis in die 1930er Jahre vor allem in der Weizenfahrt nach Australien und die Route rund Kap Hoorn an die Westküste Südamerikas berühmt und bewundert wurden. Später stieg die Reederei groß in den Handel mit Bananen und anderen Kühlladungen ein. Heute setzt F. Laeisz voll auf Zukunft. Große Autofähren, Bulker und Gastanker prägen die Flotte. Immer wichtiger wird hierbei der Flüssiggastransport und für neue Generationen von Schiffen  moderne Dual-Fuel Antriebe und die Reduzierung ihres CO2-Ausstoßes. Die Zukunft, so ist man sich im Unternehmen sicher, wird Chemikalien wie Grünem Methanol und Grünem Ammoniak als Treibstoffe für große Seeschiffe gehören.


Plakat des Internationalen Maritimen Museums Hamburg mit einem stimmungsvollen Gemälde eines nebligen Hafens in Dämmerung, das Segel- und Dampfschiffe, einen rauchenden Schornstein und silhouettierte Seeleute zeigt; großer weißer Schriftzug

Spiegel der Welt

Dimmer Museumsraum mit warmem Holzboden, mehreren goldgerahmten Seestücken an dunklen Wänden und einem beleuchteten Gemälde eines Segelboots.

Das älteste Kunstwerk der Ausstellung ist annähernd 400 Jahre alt; das jüngste wurde 1892 gemalt. Die Sonderausstellung „Spiegel der Welt“ des Internationalen Maritimen Museums Hamburg (IMMH) wirft Schlaglichter auf Seestücke aus drei Jahrhunderten. Vom 8. Dezember 2023 bis 14. April 2024 spiegeln rund 50 Gemälde die politische und kulturelle Bedeutung des Meeres wider. Einige der historischen Werke sind erstmals öffentlich zu sehen.

„Wir wollen nicht nur maritime Kunst zeigen“, sagte Museumsvorstand Peter Tamm, „sondern diese mit dem politischen Rahmen der jeweiligen Zeit verknüpfen.“ Geburtsland der Seestücke, so die Bezeichnung, sind die Niederlande. Dort entstand Marinemalerei für das Bürgertum. Vorher wurden Aufträge meist von gut betuchten Mäzenen erteilt.

Kurator der Ausstellung ist Patrick Rivière. Der Kunsthistoriker ist ebenfalls verantwortlich für ein 100 Seiten starkes, zweisprachiges Ausstellungs-Booklet. Interessierte können zudem QR-Codes für nähere Einblicke in alle Bereiche der Ausstellung nutzen. Der Museums-Eintritt beinhaltet einen Besuch der Sonderausstellung.

Die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Maritimen Museum Hamburg

Die Ausstellung zum 150-jährigen Jubiläum der Hamburg Süd ist der vorläufige Höhepunkt einer umfangreichen Zusammenarbeit zwischen der Reederei und dem Museum.2019 wurde dafür eine Kooperation mit der Hamburger Reederei beschlossen. Ziel ist es, die Geschichte in Form einer Dauerausstellung der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Finanzierung der mehrjährigen Vorarbeiten und der Ausstellungen ist durch eine bedeutende Spende der Familie Oetker sichergestellt, in deren Eigentum sich die Hamburg Süd über acht Jahrzehnte befand. Schon Ende 2019 hat die Zusammenarbeit der Partner sichtbare Spuren hinterlassen. Damals gingen zwei „Schwergewichte“ der historischen Schiffsmodellsammlung der Hamburg Süd im Museum vor Anker. Die „Cap Arcona“ aus dem Jahr 1927 zählt ebenso wie die „Cap Polonio“ aus dem Jahr 1914 zu den wichtigsten historischen Schiffsmodellen weltweit. Für den Einzug der außergewöhnlichen Exponate in das Maritime Museum waren wegen einer Größe von 5,40 und 4,00 Metern Länge aufwendige Kranarbeiten über die Außenfassade des Museums erforderlich.

Neu hinzugekommen ist auch das Original-Werftmodell der „San Nicolas“ von Blohm & Voss aus dem Jahr 1897, das wie die anderen Modelle auf Deck 6 die Besucher fasziniert. Dort befindet sich ab Ende September auch eine Installation, die die Geschichte der Kühlschifffahrt anhand unterschiedlicher Schiffsmodelle erklärt. Die Installation entstand ebenfalls im Zuge dieser Zusammenarbeit zwischen Museum und Reederei.


Die Sonderausstellung „Hamburg Süd – 150 Jahre auf den Weltmeeren“ wird vom 4. November 2021 bis zum 11. September 2022 auf Deck 1 des Internationalen Maritimen Museum gezeigt. Der Besuch ist im Eintrittspreis des Museums enthalten.



Beleuchtetes historisches rotbraunes Backsteingebäude im Lagerhausstil am Wasser, mit Lichterspiegelung auf der Oberfläche

Deutschlands Staatsspitze zu Gast im Internationalen Maritimen Museum Hamburg

Wenn Hamburg Moin zu Deutschland sagt, darf das traditionsgemäß durchaus später am Tag sein. Unter diesem Motto setzten sich die Spitzen des Staates am Vorabend des 3. Oktober im Internationalen Maritimen Museum (IMMH) gemeinsam zu Tisch. Neben Speis und Trank wurden Informationen serviert. Im Blickpunkt stand die Hanse. Gastgeber im Kaispeicher B war Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. Neben dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Olaf Scholz standen führende Repräsentanten von Bundestag, Bundesrat, Bundesverfassungsgericht und den 16 Bundesländern auf der namhaften Gästeliste.

„Dass Einheit stark macht, ist historisch bewiesen“, sagte Museumsvorstand Peter Tamm am Rande des illustren Termins im IMMH. „Die Hanse als friedliches Bündnis ist ein starkes Beispiel.“ Auf dem Programm am Abend vor dem Tag der Deutschen Einheit stand auch ein Rundgang durch einen Teil der Ausstellung. Ein imposantes Beispiel aus der Vergangenheit der Freien und Hansestadt schwebt im Lichthof der Institution unübersehbar: ein 3,5 Meter langes Modell der „Wapen von Hamburg III“. Das mit 52 Kanonen bestückte Konvoischiff lief anno 1722 an der Elbe vom Stapel. Es schützte die Hamburger Handelsflotte vor Angriffen auf See. Auf Deck 2 des Internationalen Maritimen Museums sorgt die von Ingo Drössler gebaute Nachbildung einer Hanse-Kogge aus dem 14. Jahrhundert für Aufmerksamkeit. Vorlage des Modells ist ein altes Koggensiegel.


Ein beleuchteter Fußgängersteg führt über einen Kanal zu einem hohen roten Backsteingebäude mit turmartigen Erkern und vertikalen Lichtstreifen bei Nacht.

„Deutschland zur See. 175 Jahre Marine“

Mit einer beeindruckenden Mehrheit der Nationalversammlung am 14. Juni 1848 in Frankfurt und einem Etat von sechs Millionen Talern begann vor 175 Jahren die Geschichte der deutschen Marinen. Nach dem Scheitern der ersten Flotte 1849 wurden nach und nach acht weitere gegründet. Sie spiegeln die Entwicklung, Fehlentwicklung und die Tragödien deutscher Geschichte wider.

Eine Sonderausstellung im Internationalen Maritimen Museum Hamburg widmet sich vom 16. Juni bis 5. November 2023 dem aktuellen Thema. Im Blickpunkt stehen Anspruch und Wirklichkeit dieser Marinen in unterschiedlichen Epochen. Ein Großteil der Exponate auf Deck 1 der Institution in der HafenCity wird erstmals gezeigt. Das Motto ist Programm: „Deutschland zur See. 175 Jahre Marine“.

Deutschland zur See

„Statt falscher Glorifizierung gibt es eine historische Einordnung und einen Überblick über fast zwei Jahrhunderte Seestreitkräfte in Deutschland“,

sagte Museums-Vorstand Peter Tamm bei der Präsentation der Ausstellungspläne. Dazu gehören neben Schiffsmodellen, Urkunden und kaiserlichen Flottentabellen ein Original der Gründungsurkunde der Parlamentsmarine von 1848, das Tagebuch eines Leutnants von anno 1862 sowie die Beschwerde eines „besonderen“ Kadetten aus dem Jahr 1866 an das Bordkommando der „Gazelle“. Gesetzblätter, Gästebücher, Gemälde und Fotos runden eine maritime Attraktion ab.

Weitere Schwerpunkte bilden die Bundesflotte von 1848/49, die Preußische Marine bis 1871 sowie die Kaiserliche Marine zwischen 1872 und 1914. Zuvor, im Frühjahr des Revolutionsjahrs 1848, hatte die konstituierende Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche den Start einer deutschen Marine beschlossen. Die erste gesamtdeutsche parlamentarische Versammlung ließ das Projekt „mit einer an Stimmeneinhelligkeit grenzenden Majorität“ als „Reichsinstitution“ vom Stapel – wie Chronisten festhielten.

Der Erinnerung an historische Tragödien, die mit der Marine des Kaisers, der Reichs- und Kriegsmarine und ihrem Anteil an zwei Weltkriegen verbunden bleiben, wird in der rund 300 Quadratmeter umfassenden Sonderausstellung Raum und Aufmerksamkeit zuteil. Seit 1990 dokumentiert die Deutsche Marine die Neuzeit im Bündnis – und im Frieden.

Zu den Exponaten aus der Anfangsperiode zählen das Bild des 1848 in Dienst gestellten Raddampfers mit Segeln („Preußischer Adler“) und die Korvette „Frankfurt“ der Bundesflotte von 1849. Einen historischen Überblick bietet das zur Ausstellung in einer Neuauflage veröffentlichte Buch des Autors Guntram Schulze-Wegener. Es trägt den Titel des Ereignisses im Maritimen Museum: „Deutschland zur See. 175 Jahre Marine“.

Die Ausstellungseröffnung

Am Vorabend der Ausstellungseröffnung luden der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christoph Kaack, der Deutsche Marinebund und das Maritime Museum zu einem gemeinsamen Empfang mit gut 400 Gästen, bei dem der Inspekteur der Marine das Grußwort sprach und einen Ausblick auf die zukünftige Strategie der Deutschen Marine gab.

„Deutschland zur See. 175 Jahre Marine“. 16. Juni bis 5. November 2023. Internationales Maritimes Museum Hamburg, Kaispeicher B, Koreastraße 1, 20457 Hamburg. Täglich 10 bis 18 Uhr.

Der Museumseintritt beinhaltet einen Besuch der Sonderausstellung.

Die Sonderausstellung wurde gefördert von

Freundeskreis des IMMH e.V.

LOEWE MARINE GmbH & Co. KG

Mittler Report Verlag GmbH

WISKA Hoppmann GmbH

Das Buch „Deutschland zur See. 175 Jahre Marine“

Das Buch „Deutschland zur See. 175 Jahre Marine“ von Historiker Guntram Schulze-Wegener, erschienen im Mittler Verlag, informiert ausführlich über das Thema und ist im Museumsshop erhältlich.


Zwei beladene Containerschiffe der Reederei Hapag‑Lloyd im Hafen bei warmem Abendlicht; oben orange Banner mit Schrift „175 Jahre Hapag‑Lloyd“ und Ausstellungsdetails.

175 Jahre Hapag-Lloyd

Am 27. Mai 1847 wurde die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt Actien Gesellschaft (Hapag) gegründet. Die Erfolgsgeschichte der Reederei beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts mit der ersten großen Welle der europäischen Auswanderung nach Nordamerika und dem zunehmenden Fracht- und Packetverkehr (Post) mit den USA. Die Hapag war wegen ihrer soliden Geschäftspolitik, die stets vorrangig an Qualität gebunden blieb, gegen die nationale und internationale Konkurrenz erfolgreich. Man setzte weniger auf den Schnelldampferverkehr, sondern eher auf kombinierte Fracht- und Passagierschiffe, deren Kapazität beständig wuchs. Die wenigen schwimmenden Paläste der Hapag, wie die drei Schiffe der „Imperator“-Klasse, waren eher Prestigeobjekte. Kurz vor der Jahrhundertwende erreichte die Gesellschaft unter ihrem Generaldirektor Albert Ballin (1857-1918) die größte Tonnage aller Schifffahrtsgesellschaften.

Als Folge der beiden Weltkriege verlor die Reederei ihre gesamte Flotte. Zweimal musste sie ihren Schiffsbestand und ihre Liniendienste von Null an wieder aufbauen. Wie bereits nach dem Ersten Weltkrieg unternahmen die in einem konkurrierenden Miteinander stehende Hapag und der Norddeutsche Lloyd, Bremen, den Neustart nach 1950 größtenteils gemeinsam. Als gegen Ende der 1960er Jahre der Containerverkehr rasant anwuchs und hohe Investitionen in Container und neue Schiffe erforderte, bündelten beide Reedereien ihre Kräfte. 1970 fusionierten sie zur Hapag-Lloyd AG. Hapag-Lloyd hat sich in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich in ein international organisiertes, modernes, nachhaltig agierendes Unternehmen gewandelt. In ihrem Bestreben um Exzellenz ist sich die Reederei jedoch treu geblieben. Heute zählt der international vernetzte Unternehmensverbund eine Flotte von 250 Containerschiffen, ein jährliches Transportvolumen von zwölf Millionen TEU und über 13.000 Mitarbeiter in 129 Ländern.

Die Sonderausstellung

Das Internationale Maritime Museum Hamburg hat aus seinem Archiv faszinierende und teilweise noch nie öffentlich gezeigte Dokumente und Exponate zusammengestellt, um eine Sonderausstellung zu präsentieren, die der Geschichte einer Hamburger Institution würdig ist. Am Beispiel von Hapag-Lloyd wird die Geschichte der modernen Handelsschifffahrt deutlich. Sie reicht von der Auswanderung nach Nordamerika in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Globalisierung ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die Sonderausstellung „175 Jahre Hapag-Lloyd“ wird vom 31. Mai bis zum 18. September 2022 auf Deck 1 des Internationalen Maritimen Museum gezeigt. Der Besuch ist im Eintrittspreis des Museums enthalten.

Presseinformationen

Zwei beladene Containerschiffe der Reederei Hapag‑Lloyd im Hafen bei warmem Abendlicht; oben orange Banner mit Schrift „175 Jahre Hapag‑Lloyd“ und Ausstellungsdetails.
Ausstellungsflur mit orangen Wänden und Portraits, am Ende Tafel '175 Jahre Hapag‑Lloyd' vor Containerschiffen und Hafenkränen im Abendlicht.

Gruppe gut gekleideter Besucher in einer Ausstellung vor Staffeleien und großem Meeresgemälde; ein Künstler erklärt lächelnd, ein Boot hängt darüber.

„Royal Visit“ im Museum

Ein formelles Paar – Mann im dunklen Anzug, Frau in fliederfarbenem Kleid – lächelt und nimmt ein Geschenk aus der Hand eines Mannes im Sakko.

Pünktlich um 12:45 Uhr kamen der Herzog und die Herzogin von Cambridge an den Kanonen von Lord Nelsons Foudroyant an, welche den Haupteingang des Museums schmücken. Bei diesen über 200 Jahre alten Zeugen der britischen maritimen Geschichte, wurden die Royals vom Ersten Bürgermeister Hamburgs, Olaf Scholz, und Peter Tamm, Leiter des IMMH, begrüßt. Anwesend waren auch zahlreiche Vertreter der internationalen Presse und eine Menge an Schaulustigen, die teilweise seit Stunden auf das sympathische königliche Paar gewartet hatten. Die Stimmung war großartig und sogar das Wetter spielte mit.

Gruppe gut gekleideter Besucher in einer Ausstellung vor Staffeleien und großem Meeresgemälde; ein Künstler erklärt lächelnd, ein Boot hängt darüber.

Meeresforschung

Als nächstes ging das königliche Ehepaar zu Deck 2, wo sie auf Wissenschaftler und Studierende trafen, die ihnen verschiedene Projekte des deutsch-britischen Wissenschaftsjahrs 2016-2017 präsentierten.

Das Wissenschaftsjahr 2016-2017 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung läuft unter die Motto „Meere und Ozeane“ und wird unterstützt vom Konsortium Deutsche Meeresforschung. Das KDM ist der Zusammenschluss aller großen deutschen Forschungseinrichtungen auf den Gebieten der Meeres-, Polar- oder Küstenforschung. Es arbeitet seit Jahren mit dem Internationalen Maritimen Museum Hamburg eng zusammen.

Eindrücke, die bleiben werden

Im Anschluss gab es Zeit für eine Pause im „schwimmenden Klassenzimmer“ auf Deck 1, gleich neben unserer beliebten Queen Mary 2 aus LEGO. Nach knapp über einer Stunde ging es für William und Kate weiter zum nächsten Termin in die Elbphilharmonie. Doch der Besuch der Royals im Maritimen Museum wird keiner so schnell vergessen.

Für das Team des IMMH ist es eine Ehre und eine Freude gewesen, Prince William und Catherine von Cambridge empfangen zu dürfen.


Ein formelles Paar – Mann im dunklen Anzug, Frau in fliederfarbenem Kleid – lächelt und nimmt ein Geschenk aus der Hand eines Mannes im Sakko.

Die „Royals“ besuchen das Museum

Very British auf Deck 2

Bereits vor einigen Wochen haben wir angekündigt, dass unser Museum am 21. Juli erst um 14:00 Uhr öffnet. Nun dürfen wir den Grund dafür veröffentlichen: Mitglieder der englischen Königsfamilie werden das Museum besuchen. Wir freuen uns sehr, dass der Herzog und die Herzogin von Cambridge das IMMH als ersten Programmpunkt für ihren Besuch in Hamburg ausgewählt haben. Hier werden sie vom Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, empfangen. Im Museum führen sie Gespräche mit Forschern und Studierenden zum deutsch-britischen Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane.

Admiral Horatio Nelson freut sich bestimmt auch.

Der Empfang findet im Rahmen des deutschen Staatsbesuches von Prinz William und Herzogin Catherine statt. Hamburg wird nach Berlin und Heidelberg die letzte Station der dreitägigen Reise sein.

Laut Informationen, die wir aus dem Kensington-Palast erhalten haben, wird das Herzogenpaar von seinen Kindern, Prinz George und Prinzessin Charlotte, nach Deutschland begleitet. Ob die beiden Kinder mit in das IMMH kommen, wissen wir noch nicht. Wir würden uns als besonders familienfreundliches Museum darüber sehr freuen. Schließlich kann man nicht früh genug damit anfangen, sich mit der Schiffahrt zu beschäftigen.

Der Besuch des Herzogs und der Herzogin von Cambridge in Deutschland kann online mit dem Hashtag #RoyalVisitGermany2017 und #Freundship verfolgt werden. Das IMMH wird auf dieser Seite und auf Social Media (Twitter, Instagram, Facebook) berichten.

Die offizielle Pressemitteilung der britischen Botschaft und weitere Informationen unter„Pressetexte“.


Vorderansicht des roten Backstein-Gebäudes Maritimes Museum Peter Tamm mit grüner Torarkade, Glas-Eingang und zwei historischen Kanonen links und rechts.

Abschied von Prof. Peter Tamm

In der voll besetzten Nienstedtener Kirche würdigten Bürgermeister Olaf Scholz, Springer-Vorstand Dr. Mathias Döpfner und Wolfgang Müller, langjähriger Freund und Weggefährte, das Lebenswerk und besonders den Menschen Peter Tamm. Die Trauerrede hielt der frühere Michel-Hauptpastor Helge Adolphsen. Nach der Beisetzung, die im engsten Kreis stattfand, trafen sich die Familie und zahlreiche Trauergäste zu einem Empfang im Internationalen Maritimen Museum.

Wir möchten an dieser Stelle mit einigen Zitaten aus der sehr bewegenden Trauerfeier schließen:

 „Ein zupackender Macher und Genießer, ein herausragender Verleger mit Rückgrat und klar geordnetem Kompass, aber auch ein besessener Sammler und Schifffahrtsfanatiker.“

Springer-Vorstand Dr. Mathias Döpfner

„Hamburg nimmt Abschied von einem Manager, Sammler und Mäzen, wie er in unserer Hafen- und Medienstadt einzigartig war. Peter Tamm war eine hanseatische Institution.“

Bürgermeister Olaf Scholz

„Wir wollen nicht trauern, dass wir ihn verloren haben, sondern dankbar sein dafür, dass wir ihn gehabt haben, ja und jetzt auch noch besitzen.“

Ehemaliger Michel-Hauptpastor Helge Adolphsen

„Nach einem sehr schwierigen Tag im Verlag legte Peter Tamm seinen Arm um mich und sagte ‚Das Leben geht weiter‘. Ich bin mir sicher, wenn er könnte, würde er jetzt den Arm um jeden von uns legen.“

Wolfgang Müller, langjähriger Freund und Weggefährte


Grünes Passagierschiff fährt in einem Hafenkanal unter blauem Himmel; im Hintergrund ein großes rotes Backsteingebäude mit Giebeln, Schriftzug „Maritimes Museum“, Anleger und Yachten.

Das Maritime Museum trauert

Prof. Peter Tamm wurde am 12. Mai 1928 in Hamburg geboren. Nach dem Krieg arbeitete er zuerst als Schiffsredakteur für das Hamburger Abendblatt, bevor er im Axel Springer Verlag Karriere machte. Bekannt wurde er als langjähriger Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlages und rechte Hand von Axel Springer. Mit dem Verleger verband ihn bis zu dessen Tod eine respektvolle Freundschaft.

Als kleiner Junge bekam Peter Tamm von seiner Mutter ein Miniatur-Schiffsmodell geschenkt. Es sollte der Grundstock für die weltweit größte Privatsammlung zur Schifffahrts- und Marine-geschichte werden. Das kleine Modellschiff, die Tamm 1, ist heute im Kaispeicher B in der Hamburger HafenCity ausgestellt, als Teil eines einzigartigen, internationalen maritimen Museums mit Weltruf.

Es war Prof. Peter Tamm stets ein Anliegen, Geschichte für die nachfolgenden Generationen erfahrbar zu machen und zu erhalten. Ziel der 2008 gegründeten Peter Tamm Sen. Stiftung ist es, nachfolgende Generationen für die Seefahrt zu begeistern und ihnen deren Wichtigkeit für die Prosperität der Weltbevölkerung zu verdeutlichen.

Mit Prof. Peter Tamm verliert die Stiftung ihre Leitfigur, vielmehr aber auch einen Menschen mit Herz, der das WIR nicht nur eingefordert, sondern auch gelebt hat.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Peter Tamm Sen. Stiftung nehmen Abschied mit Trauer und Dankbarkeit, mit Bewunderung und Respekt.

Für alle, die ihrer Trauer Ausdruck verleihen möchten, liegt im Foyer des Museums ein Kondolenzbuch aus.


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Internationales Maritimes Museum Hamburg
Kaispeicher B
Koreastraße 1
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Tel.: +49 (0)40 300 92 30–0
Fax: +49 (0)40 300 92 30-45
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