Die „Royals“ besuchen das Museum
Very British auf Deck 2
Bereits vor einigen Wochen haben wir angekündigt, dass unser Museum am 21. Juli erst um 14:00 Uhr öffnet. Nun dürfen wir den Grund dafür veröffentlichen: Mitglieder der englischen Königsfamilie werden das Museum besuchen. Wir freuen uns sehr, dass der Herzog und die Herzogin von Cambridge das IMMH als ersten Programmpunkt für ihren Besuch in Hamburg ausgewählt haben. Hier werden sie vom Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, empfangen. Im Museum führen sie Gespräche mit Forschern und Studierenden zum deutsch-britischen Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane.
Admiral Horatio Nelson freut sich bestimmt auch.
Der Empfang findet im Rahmen des deutschen Staatsbesuches von Prinz William und Herzogin Catherine statt. Hamburg wird nach Berlin und Heidelberg die letzte Station der dreitägigen Reise sein.
Laut Informationen, die wir aus dem Kensington-Palast erhalten haben, wird das Herzogenpaar von seinen Kindern, Prinz George und Prinzessin Charlotte, nach Deutschland begleitet. Ob die beiden Kinder mit in das IMMH kommen, wissen wir noch nicht. Wir würden uns als besonders familienfreundliches Museum darüber sehr freuen. Schließlich kann man nicht früh genug damit anfangen, sich mit der Schiffahrt zu beschäftigen.
Der Besuch des Herzogs und der Herzogin von Cambridge in Deutschland kann online mit dem Hashtag #RoyalVisitGermany2017 und #Freundship verfolgt werden. Das IMMH wird auf dieser Seite und auf Social Media (Twitter, Instagram, Facebook) berichten.
Die offizielle Pressemitteilung der britischen Botschaft und weitere Informationen unter„Pressetexte“.
Abschied von Prof. Peter Tamm
In der voll besetzten Nienstedtener Kirche würdigten Bürgermeister Olaf Scholz, Springer-Vorstand Dr. Mathias Döpfner und Wolfgang Müller, langjähriger Freund und Weggefährte, das Lebenswerk und besonders den Menschen Peter Tamm. Die Trauerrede hielt der frühere Michel-Hauptpastor Helge Adolphsen. Nach der Beisetzung, die im engsten Kreis stattfand, trafen sich die Familie und zahlreiche Trauergäste zu einem Empfang im Internationalen Maritimen Museum.
Wir möchten an dieser Stelle mit einigen Zitaten aus der sehr bewegenden Trauerfeier schließen:
„Ein zupackender Macher und Genießer, ein herausragender Verleger mit Rückgrat und klar geordnetem Kompass, aber auch ein besessener Sammler und Schifffahrtsfanatiker.“
Springer-Vorstand Dr. Mathias Döpfner
„Hamburg nimmt Abschied von einem Manager, Sammler und Mäzen, wie er in unserer Hafen- und Medienstadt einzigartig war. Peter Tamm war eine hanseatische Institution.“
Bürgermeister Olaf Scholz
„Wir wollen nicht trauern, dass wir ihn verloren haben, sondern dankbar sein dafür, dass wir ihn gehabt haben, ja und jetzt auch noch besitzen.“
Ehemaliger Michel-Hauptpastor Helge Adolphsen
„Nach einem sehr schwierigen Tag im Verlag legte Peter Tamm seinen Arm um mich und sagte ‚Das Leben geht weiter‘. Ich bin mir sicher, wenn er könnte, würde er jetzt den Arm um jeden von uns legen.“
Wolfgang Müller, langjähriger Freund und Weggefährte
Das Maritime Museum trauert
Prof. Peter Tamm wurde am 12. Mai 1928 in Hamburg geboren. Nach dem Krieg arbeitete er zuerst als Schiffsredakteur für das Hamburger Abendblatt, bevor er im Axel Springer Verlag Karriere machte. Bekannt wurde er als langjähriger Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlages und rechte Hand von Axel Springer. Mit dem Verleger verband ihn bis zu dessen Tod eine respektvolle Freundschaft.
Als kleiner Junge bekam Peter Tamm von seiner Mutter ein Miniatur-Schiffsmodell geschenkt. Es sollte der Grundstock für die weltweit größte Privatsammlung zur Schifffahrts- und Marine-geschichte werden. Das kleine Modellschiff, die Tamm 1, ist heute im Kaispeicher B in der Hamburger HafenCity ausgestellt, als Teil eines einzigartigen, internationalen maritimen Museums mit Weltruf.
Es war Prof. Peter Tamm stets ein Anliegen, Geschichte für die nachfolgenden Generationen erfahrbar zu machen und zu erhalten. Ziel der 2008 gegründeten Peter Tamm Sen. Stiftung ist es, nachfolgende Generationen für die Seefahrt zu begeistern und ihnen deren Wichtigkeit für die Prosperität der Weltbevölkerung zu verdeutlichen.
Mit Prof. Peter Tamm verliert die Stiftung ihre Leitfigur, vielmehr aber auch einen Menschen mit Herz, der das WIR nicht nur eingefordert, sondern auch gelebt hat.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Peter Tamm Sen. Stiftung nehmen Abschied mit Trauer und Dankbarkeit, mit Bewunderung und Respekt.
Für alle, die ihrer Trauer Ausdruck verleihen möchten, liegt im Foyer des Museums ein Kondolenzbuch aus.
Österreicher ehren Prof. Peter Tamm
Für seine Verdienste um die österreichische Marinegeschichte hat Prof. Peter Tamm die höchste Auszeichnung des Österreichisches Marineverbandes erhalten. Er wurde mit dem Marinekreuz „Viribus Unitis“ („Mit vereinten Kräften“) in Gold mit Stern ausgezeichnet. Die Ehrung nahm der Präsident des Verbandes, Prof. Karl Skrivanek, im Internationalen Maritimen Museum vor. Anlass war die 150. Wiederkehr des Seegefechts bei Helgoland 1864. Damals kämpften österreichische und preußische Schiffe gegen die dänische Kriegsflotte. Der Österreichische Marineverband pflegt die Erinnerung an die heute fast vergessene, einstmals aber bedeutende Marine der Habsburger Monarchie. Sie bestand aus Angehörigen unterschiedlicher Nationalitäten und wurde nach dem Ende des 1.Weltkrieges aufgelöst.
Prof. Peter Tamm, dessen Museum über zahlreiche Exponate und Dokumente aus dieser Zeit verfügt, dankte dem Marineverband des südlichen Nachbarlandes für seine herausragende und völkerverständigende Geschichtsarbeit und Traditionspflege.



